Der optisch noch relativ rohe Frosch erhält mittels Schnitzmesser und kleinen Feilen seine endgültige Form. Dabei hat der Bogenmacher, ähnlich wie bei der Gestaltung des Bogenkopfes die Mögliuchkeit, seine ureigenste „Handschrift“ zu hinterlassen oder berühmten Vorbildern wie Fracois Xavier Tourte, Dominique Peccatte oder auch Eugene Sartory nachzueifern. Ich persönlich bevorzuge die Arbeit Dominique Peccattes und gestalte meine Frösche in der Regel dementsprechend nach seinen Vorlagen. Aussagekräftigstes Element des Frosches ist das sogenannte „Froschmaul“ oder wie es im sächsischen Musikwinkel genannt wird, die „Gusche“. Dieser Teil bietet umfassende dreidimensionale Gestaltungsmöglichkeiten.

Anschließend wird die Vertiefung für das sogenannte “Froschauge” mit einem speziellen Bohrer vorgebohrt. Es sollte genau im Zentrum des Frosches, also in der Mitte zwischen dem tiefsten Punkt des Froschmaules und der hinteren Kante des Frosches sowie zwischen der Unterkante der Froschbahn und der Unterseite des Frosches liegen.

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