Der Name ist nun in schwarzen Lettern im Bogen verewigt und dient als Qualitätssiegel und bedingt auch zum Schutz vor Fälschungen. Im sächsischen Musikwinkel der Jahrhundertwende waren jedoch die Werkzeugschränke voll mit Stempeln der nachgebildeten Namenszüge aller bedeutenden Bogenmacher des 19. Jahrhunderts, deren Bögen teuer gehandelt wurden und werden. An die Händler wurden die sächsischen Bögen dann mit dem jeweiligen Namen geliefert, der gerade benötigt wurde. Durch diese Vermarktungspraktiken existieren heute eine große Zahl minderwertiger Bögen, die die Namen großer Bogenmacher tragen. Oft können nur Experten, die sich intensiv mit den originalen Arbeiten der bedeutenden Bogenmacher auseinandergesetzt haben, diese Fälschungen von den Originalen unterscheiden.

Thomas und Anke Gerbeth

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