Das Ausgangsmaterial für den Ringbügel ist mit 0,7 mm um 0,3 mm schwächer als das der Ringplatte. Nach dem Aussägen der Teile wird der Ringbügel über einem Biegeeisen gebogen und die Auflageflächen des Bügels auf der Platte so abgefeilt, daß keine Zwischenräume mehr bleiben. Kleinste Spalten führen dazu, daß sich das Hartlot nicht wie gewünscht auf der gesamten Auflagefläche verteilt und der Ring später dem auf ihn ausgeübten Druck nicht standhält. Mit einem Stahldraht werden die beiden Teile zusammengebunden, das Lot positioniert und Borax, ein Flußmittel, aufgetragen. Durch einen Bunsenbrenner wird das Gebinde soweit erhitzt, bis das Lot flüssig wird, ohne daß sich die restlichen Goldteile verformen. Nach dem Erkalten des Ringes werden die Überstände an den Seiten abgefeilt.

Für diesen Arbeitsschritt benutzt der Handwerker das dargestellte Ringeisen. Auf dem vorderen, leicht konisch verlaufenden Teil, kann der Ring aufgeschoben, und so leichter bearbeitet werden. Dieses Werkzeug hilft auch beim nächsten Arbeitsgang, bei dem der Froschring getrieben wird.

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