Fernambukbäume sind im großen tropischen Amazonas-Regenwald nicht zu finden, wachsen jedoch auf den Hügeln und Ebenen des subtropischen Atlantischen Regenwaldes (mata atlantica). Dieser Atlantische Regenwald zog sich zur Zeit der Entdeckung Südamerikas den größten Teil der Ostküste Brasiliens hinunter und reichte bis zu 150 km ins Landesinnere hinein.
Als 1850 chemische Farbstoffe mit der Erfindung der Anilinfarben die natürlichen weitestgehend ersetzt hatten, war der große Wald bereits in viele kleine Flächen zersplittert. Der wirkliche Druck auf den verbliebenen Atlantischen Regenwald entsteht heute weder durch die Farb- oder Textilindustrie noch durch den Bogenbau, sondern viel mehr durch die Umwandlung großer Waldflächen in Eukalyptusplantagen zur Erzeugung von Holzkohle und Zellulose für die Papiermühlen.

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